Sicherheitsaugen sicher an Häkeltieren anbringen

Wir alle kennen und schätzen sie für unsere Häkelarbeiten: Sicherheitsaugen. Die süßen kleinen Steckknöpfchen, die im Handumdrehen Leben ins Häkelgesicht zaubern. Aber hast Du Dich wie ich schon einmal gefragt, ob so ein Sicherheitsauge auch wirklich sicher ist? 

Je nachdem, welche Version der Steckaugen Du verwendest, sind diese mal mehr, mal weniger sicher. Theoretisch sollten sie alle halten, es sind ja immerhin "Sicherheits"-Augen.
In der Praxis haben die kleinen Sicherungsscheiben, die im Hintergrund für die notwendige Sicherheit sorgen sollen, aber durchaus ihre Schwachstellen.

In den meisten Fällen lässt sich so ein Steckauge mit ordentlich Kraft wieder auseinandernehmen. Und genau diese Kraft bringen auch die Kinder auf, wenn sie am Kuscheltier herumfummeln, daran knabbern oder lutschen.

Es ist Wahnsinn, wieviel Energie so kleine Geschöpfe dabei freisetzen. Und dann? Schwupps, ist das Auge verschluckt oder an eine Stelle gerutscht, wo es für einigen Unfrieden sorgt. 

Damit wir nun aber nicht auf die geliebten Sicherheitsaugen verzichten müssen, gibt es einen nützlichen Trick, mit dem wir unseren Kindern ein sicheres Spielzeug bieten können.
Die Rückseite des Auges, also der Teil, der sich im Kopf befindet und mit der Sicherungsscheibe gehalten wird, kann zusätzlich mit ein wenig Hitze verschmolzen werden. 

Wie das geht? Das zeige ich Dir hier!

Du benötigst dazu: 

  • Deine Häkelarbeit
  • Sicherheitsaugen mit Sicherungsscheibe
  • Feuerzeug oder andere kleine Flamme
  • ein feuerfestes Objekt um den Kunststoff anzudrücken (Brettchen aus Keramik oder eine Tasse zb. )

Auge anbringen

Schritt 1

Bringe Dein Sicherheitsauge wie gewohnt an Deiner Häkelarbeit an, indem Du es durch eine Masche hindurch schiebst. 

Wichtig!
Die Augen sollten an ihrer endgültigen Position sitzen, bevor Du weitermachst, da sie nach dieser Aktion ganz sicher nicht mehr abgehen. 

Sicherungsscheibe anbringen

Schritt 2

Setze die Sicherungsscheibe auf das Auge auf und drücke sie ordentlich fest. Das kennst Du vermutlich schon. 

Stift anflammen

Schritt 3

Suche Dir einen Platz, an dem Du mit Feuer arbeiten kannst. Bitte nicht auf der Couch herumzündeln!

Zünde nun mit einem Feuerzeug oder einer kleinen Kerzenflamme die Spitze des Sicherheitsauges an, das hinten hervorschaut.
Sei dabei vorsichtig, das wirklich nur die Spitze brennt. 

Kurz heiß werden lassen

Schritt 4

Lass die Flamme kurz auf den Kunststoff einwirken, bis die Spitze ein wenig weich wird. 

Kunststoff andrücken

Schritt 5

Lösche nun vorsichtig die Flamme und drücke den warmen Kunststoff mit einem feuerfesten Objekt auf der Scheibe platt. Ich verwende hier mein Stabfeuerzeug zum Andrücken. Ein feuerfestes Frühstückbrett oder eine alte Tasse sind aber auch sehr hilfreich, um den Kunststoff platt zu machen. 

Das fertige Auge

Fertig! 

Nun sollte Dein Sicherheitsauge ungefähr so aussehen. Der verschmolzene Kunststoff auf der Sicherheitsplatte sorgt dafür, dass das Steckauge nicht mehr herausrutschen kann und die Sicherungsplatte ist so groß, das da garantiert nichts durch die Maschen rutscht. 

Noch ein paar Hinweise

Natürlich ist dieser Trick kein Allheilmittel. Ich arbeite hier fast ausschließlich mit recht fester Baumwolle und einem kleinen Maschenbild sowie Sicherheitsaugen mit sehr großen Sicherungsscheiben, so das ein Herausrutschen der fertigen Augen nahezu unmöglich ist. 

Arbeitest Du mit besonders großen Maschen oder dicker Kuschelwolle, solltest Du unbedingt abschließend noch einmal testen, ob die Sicherungsscheibe groß genug ist, das Auge in der Häkelarbeit zu fixieren und ob Deine Wolle der Zugkraft Stand hält. Ist die Scheibe im Vergleich zu den gehäkelten Maschen nur klein oder gibt die Wolle in ihrer Struktur nach, kann das Auge trotzdem durch die Maschen herausrutschen und genau wie ein nicht verschmolzenes Sicherheitsauge zu einem Problem werden. 

In dem meisten Fällen sollte dieser Tipp jedoch sehr hilfreich sein. Falls Du Fragen dazu hast, kontaktiere mich sehr gern über die sozialen Medien oder per Mail. Und natürlich würde ich mich freuen, wenn Du mich wissen lässt, ob dieser Tipp für Dich hilfreich war!

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